Gefräßig und kaum zu bändigen – der Buchsbaumzünsler
Seit 2007 breitet sich der Buchsbaumzünsler von der Schweiz aus entlang des Rheins bis ins Ruhrgebiet auch in unseren Gärten aus. Die Larven dieses Kleinschmetterlings sind in der Lage, auch größere Buchsbaumbestände zu zerstören oder zumindest zu beschädigen. Die Bekämpfung ist mühsam, aber erfolgversprechend.
Der Buchsbaumzünsler stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde wahrscheinlich durch Pflanzenimporte in unsere Regionen eingeschleppt. 2007 wurde er zuerst am südlichen Oberrhein entdeckt und seitdem führt ihn sein Weg am Rhein entlang nach Norden. Allerdings tritt er inzwischen auch an einzelnen Stellen in Bayern und Österreich auf.
Die Raupen beginnen ihren Frass im Zentrum der Pflanzen und damit gut geschützt durch die dichte Verzweigung. Deshalb sind im ersten Befallstadium kaum Schäden zu erkennen. Zwischen den Blättern spinnen sich die Raupen ein und verpuppen sich. Die so entstehenden Gespinste sind ähnlich einem Spinnennetz, weisslich und auch im Winter häufig in Buchsbäumen oder anderen Pflanzen in unmittelbarer Nähe vorzufinden. Der Buchsbaumzünsler beginnt seinen Frass bereits im zeitigen Frühjahr (März, witterungsabhängig). Die ursprünglich etwa 8 mm langen Raupen werden bis zu 5 cm lang, sind gelbgrün bis dunkelgrün und zeigen eine dunkle bis schwarze Kopfkapsel.
Bereits im Pflanzenhandel – vor allem in Baumärkten – sollten Sie genau prüfen, ob die Buchspflanzen nicht bereits schon mit dem Schädling befallen sind. Um in Ihrem Garten das Auftreten und die Vermehrung des Buchsbaumzünslers zu verhindern, ist die Bekämpfung der ersten Raupengeneration bereits im Frühling wichtig.
Verwechseln Sie das Schadbild nicht mit anderen Buchsbaum-Erkrankungen. Die befallenen Pflanzen sind hellbeige gefärbt, teilweise bleiben nur noch die Blattrippen oder der Blattstiel übrig. Dazwischen gibt es vereinzelt noch grüne Blätter. Der Buchsbaumzünsler geht zuerst an die Blätter, danach kommt auch die grüne Rinde an den Zweigen dran. Diese Pflanzenteile sterben dann einfach ab.
Unser Tipp: Bei kleineren Pflanzen mit schwachem Befall kann der Befallsdruck durch regelmässiges, sorgfältiges Absammeln von Hand und durch Spritzen mit einem kräftigen Wasserstrahl reduziert werden.
Bei grösseren Buchsbäumen mit starkem Befall ist dagegen der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln meist unvermeidbar. Deren Anwendung sollte allerdings zwingend vom Fachmann vorgenommen werden, da mit ihr einige Risiken für Mensch und Umwelt verbunden sind! Ist Ihr Buchsbaum bereits stark befallen, ist es besser, auf das Spritzen zu verzichten und die Pflanze sofort kräftig zurückschneiden – auch wenn's weh tut! Achtung: Das Schnittgut muss vollständig verbrannt oder mit dem Hausmüll entsorgt werden. Im Zweifelsfall sprechen Sie einfach mit unseren Lust auf Garten-Fachleuten, um dem Buchsbaumzünsler den Garaus zu machen!






