Algen im Teich – was tun gegen die Plagegeister?

- Schöner Teich – aber voller Algen
Algen sind keine Krankheit!!!
Zum Ökosystem eines gesunden Wassers gehören Algen, genau wie Salz zur Suppe. Algen bilden einen wesentlichen Bestandteil der Nahrungskette in diesem Ökosystem und tragen somit auch zur dauerhaften Stabilität der Gewässer bei.Solange die Bedingungen in einem Gewässer –vor allem der Nährstoffhaushalt- im Gleichgewicht sind, unterliegen auch Algen im Teich einer Nahrungskette und werden durch Fraßfeinde auf ein natürliches Maß dezimiert.
Erst wenn die lokalen Bedingungen z.B. durch falsche Bauweise, Oberflächenwassereintrag, Düngung, Sedimentierung oder zu große Hitze aus dem Gleichgewicht geraten, nimmt das Algenwachstum überhand. Dann können Algen durchaus auch zur Gefahr für ein Gewässer, ja gar für den Menschen (Blaualgen) werden.
Hier gilt die alte Regel des Paracelsius: „Gift ist nicht Gift, allein die Dosis macht das Gift!“
Auf Gewässer bezogen bedeutet dies:
Algen sind in einem gewissen Umfang normal und sind zu tolerieren.Nimmt die Population jedoch überhand und wird die Alge zur „Gefahr“, sind Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Einzellige Algen
Sie bilden einen Teil des Planktons im Wasser. Direkt, mit dem bloßen Auge zu sehen sind diese Algen nicht, man bemerkt sie nur durch die zunehmende Grünfärbung und Trübung des Wassers. Einzellige Algen werden in der Regel, solange die Population nicht überhand nimmt, als weniger störend empfunden.
Fädige Algen
Algen, die in Ihrer Erscheinung als teppichartige, schleimige und wattebauschförmige Kolonien auftreten, werden vereinfacht unter den fädigen Algen eingruppiert. Grund ist die Verkettung mehrerer Zellen zu einem Gebilde, das dann als Alge sichtbar wird. Diese Formen der Algen sorgen bei starkem Wachstum für berechtigte Sorge bei Teichbesitzern. Die Teiche sehen unansehnlich aus und das Baden in veralgten Schwimmteichen bereitet keine wirkliche Freude. Im schlimmsten Fall haften sie sich an Wasserpflanzen verhindern deren Wachstum und führen schlussendlich deren absterben herbei.
Gemeinsam für beide Gruppen gilt:
- Phosphor ist in den meisten Fällen der begrenzende Faktor des Wachstums
- Stehen gegenseitig in Konkurrenz in Bezug auf Nährstoffe und Licht
- Kommen selten gemeinsam vor
- Gelten, bei erhöhtem Aufkommen, als Anzeiger für eutrophierte (überernährte) Gewässer
Mögliche Ursachen für starkes Algenwachstum:
- Schlechter Pflegezustand à Ursache Nr. 1
- Falsche Bauweise der Teichanlage
- Falsch dimensionierte Filter
- Zu groß gewählte Pumpenanlagen
- Bachläufe
- Eintritt von Oberflächenwasser
- Erhöhte organische Belastung durch verrottendes Laub/ Nadeln
- Einsatz falscher Teichpflegemittel/ falsche Dosierung
- Düngung mit Gartendünger
- Ungeduld
- Direkte und starke Sonneneinstrahlung
Gegenmaßnamen:
Einzellige Algen:
- Absaugen der Sedimente (Nährstoffabtrag)
- Einbau einer Filteranlage zur Reduzierung der organischen Belastung
- Fischbesatz stark reduzieren (Fütterung einstellen)
- Einsatz von Unterwasserpflanzen zur Reduzierung des Phosphatgehaltes
- Einsatz von Teichpflegemitteln à Fachmann fragen
Fädige Algen:
- Absaugen der Sedimente (Nährstoffaustrag)
- Reduzierung der Filterleistung (leichte Trübung des Wassers verhindert
die UV-Einstrahlung)
- Beschattung durch Bäume ect. ausnutzen
- Einsatz von Teichpflegemitteln à Fachmann fragen
- Unterwasserpflanzen setzen
Generell gilt:
Solange die Rahmenbedingungen für das Funktionieren eines Gewässers nicht an die Gesetzmäßigkeiten der Natur angepasst sind, wird ein natürliches Wasser auf Dauer nicht stabil bleiben. Die Natur strebt in diesen Fällen eine „Schließung“ des Gewässers an, was sie durch Verlandung und Verschlammung umsetzt.
Für den Bau einer langjährig funktionierenden Teichanlage braucht es etwas mehr als nur einen Bagger, etwas Folie und Wasser, wie man es im Internet oft lesen kann. Der Bau einer Teichanlage gehört in die Obhut eines Fachmannes, der die Bedürfnisse eines natürlichen Gewässers kennt und diese beim Bau der Teichanlage konsequent berücksichtigt. Die Größe der Anlage spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle.
Man kann jedoch generell sagen, das größere Gewässer, die unter sonst gleichen Bedingungen stehen, stabiler sind als kleinere.
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Teichpflege im Frühjahr

Auch ein Gartenteich wird auf Dauer ohne Pflege verkümmern. Damit er sich den ganzen Sommer lang von seiner "klaren" Seite zeigen kann, sind jetzt im Frühjahr einige Pflegemaßnahmen sinnvoll und nötig:
- Rechtzeitiges Absaugen von abgelagerten Sedimenten
- Zurückschneiden der alten Wasserpflanzen
- Überprüfen und in Betrieb nehmen der Teichtechnik
(Filter mit UV-Licht, Teichpumpe)
Rufen Sie Ihren nächstgelegenen Lust auf Garten-Partner an. Er führt diese jährlichen Pflegearbeiten schnell für Sie durch. Ihr Gartenteich wird es Ihnen mit klarem Wasser danekn – den ganzen Sommer lang.






