Heckenschnitt – wann und wie?

Den Schnitt von Hecken und Formgehölzen kann man grundsätzlich auf einen Nenner bringen: Schneiden dann, wenn altes und neues Grün nicht mehr zu unterscheiden sind!

Aber: Ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht, einige Punkte sind darüber hinaus schon zu beachten. Vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist der richtige Schnitt sehr wichtig. Er regt die Verzweigung der Pflanzen an – der beste Weg zu einem dichten Grün. Immergrüne Hecken werden normalerweise einmal jährlich geschnitten. Die Eibe zum Beispiel Mitte Juli. Beachten Sie hier beim Schnitt, dass die Hecke leicht konisch nach oben zusammen läuft, also unten etwas breiter bleibt, damit sie nicht verkahlt.

Bei Laubgehölzhecken, vor allem bei Liguster, können zwei bis sogar drei Schnitte pro Jahr erforderlich sein, da sonst die neuen Triebe zu lang werden und die Dichtigkeit leidet. Die richtige Schnittzeit ist, wie oben bereits erwähnt, wenn sich die neu gewachsenen Triebe den bestehenden angepasst haben. Thujen werden im Juli und August geschnitten, Liguster lässt sich bis September schneiden. Vor Mitte/ Ende Juli sollte man vor allem Buchen- und Nadelhecken nicht schneiden, da sie oft noch Vogelnester mit nicht flügge gewordenen Jungen enthalten. Hecken, die man später als August oder September schneidet, bilden noch junge Triebe aus, die empfindlich für Frost sind.

Schneiden von Buchs

Buchskugeln oder -formen werden von Hand geschnitten. Ganz besonders wichtig ist beim Buchsschnitt die Schärfe der Klingen, um braune oder gerissene Schnittstellen zu vermeiden. Meist reicht beim Buchs ein einmaliger Schnitt pro Jahr im Juli bis August völlig aus. Stark wachsende Sorten, die exakt in Form bleiben , werden zweimal geschnitten: im März + Juni oder +Mai + Juli. Buchs sollte man nie an heißen Sommertagen und in der prallen Sonne schneiden, Verbrennungen an den Schnittstellen sind dabei oft die unangenehme Folge!

Ein Tipp: Schneiden Sie sich eine Halbkreisschablone, um Ihre Buchskugeln immer perfekt in Form zu bekommen.

Achtung bei Formgehölzen!

Formkiefern müssen geschnitten werden, bevor sich an den neuen Trieben die Nadeln entfalten. Rückschnitt der neuen Triebe um die Hälfte oder 2/3. Und noch ein Tipp: An teuren Riesenbonsais sollte nur geschultes Personal Hand anlegen!

Noch Fragen?

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

 
Sie sind hier: Der richtige Schnitt macht's aus
Deutsch
English
Français